Staatssekretärin Kurtz beim Kick-off zum Schilderprojekt am Stadtfeiertag Kirchberg (21.2.26)


Alle Fotos (c) Sanja Blümelsberger/KreisLandFrauen Crailsheim.

Kick-Off beim Stadtfeiertag: Hofschilder geben Kühen, Schweinen, Hühnern, Getreide, Raps und Biogas ein Gesicht

 

Landfrauen, Lernort Bauernhof, Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems und das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) starteten ein Schilderprojekt, das Menschen die Landwirtschaft näher bringen soll. Beim Kirchberger Stadtfeiertag am 21.2. wurden die Infoschilder erstmals präsentiert.

 

Tanja Maurer, Vorsitzende der Landfrauen in Hohenlohe, eröffnet die Vorstellung des Schilderprojektes mit den Worten: „Heute sind wir hier, weil aus einer Idee ein Projekt geworden ist und Kühe, Schweine, Hühner, Getreide, Raps und die Biogasanlage ein Gesicht bekommen. Nun wird sichtbar, was wir Bäuerinnen und Bauern jeden Tag tun. Dies bleibt für die meisten Menschen unsichtbar. Die Schilder erzählen kleine Geschichten und zeigen ehrliche Einblicke.“

 

 

Für Jürgen Maurer, Vizepräsident im Landesbauernverband in Baden-Württemberg e.V. und Vorsitzender des Bauernverbands Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V. ist das Schilderprojekt „ein weiterer wichtiger Baustein, um Landwirtschaft öffentlich zu machen. Dabei soll Bildung in die Breite getragen werden." Jürgen Maurer freut sich über das Zusammenwirken der Kooperationspartner.

 

 

Sabine Kurtz, Staatssekretärin im MLR, dazu beim Kirchberger Kick-Off am 21.2.: Wissen entstehe nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch beim Radfahren und Spazierengehen. Das Schilderprojekt sorge für mehr Transparenz der heimischen Landwirtschaft und für unsere Lebensmittel.

 

 

Das Schilderprojekt – Hand in Hand vieler Akteure

 

Vielfältige Fragen, z.B. „Wie wächst das Getreide für das Mehl unserer Brötchen?“, „Was fressen Kühe, damit Milch entsteht, aus der Butter und Käse und vieles mehr gemacht werden?“, „Was ist das mit den Biogasanlagen?“ und „Wofür wird Raps gebraucht?“, werden darin aufgegriffen. Besonders gratuliert der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems den Landfrauen. Sie haben die Schilder maßgeblich mitgestaltet und sorgen – unterstützt vom Bauernverband – nun für die Verbreitung.

 

 

 

Landfrauen versorgen den Stadtfeiertag kulinarisch

 

Die Landfrauen haben sich beim Stadtfeiertag in Kirchberg vielfältig engagiert. Nicht nur, dass sie sehr leckere Kutteln und ausgebackene süße Mäuse hergestellt haben, um den Hunger zu stillen – sie engagieren sich im Schilderprojekt für die Verbraucheraufklärung. Die Landfrauen Kirchberg-Lendsiedel und der Ortsbauernverband Kirchberg sind die Ersten, die die Informationsschilder zur Landwirtschaft bestellt haben und diese zur Verbraucheraufklärung am Stadtfeiertag vorstellen.

 

Bei einem Treffen von Lernort Bauernhof in der Region mit den Vertreterinnen der Kreis-Landfrauen der Landkreise Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Rems-Murr und Main-Tauber vor knapp drei Jahren entstand die Idee, Informationsschilder zu erstellen. Diese sollten auf kurze und anschauliche Weise Erwachsenen und Kindern Landwirtschaft näherbringen und Transparenz schaffen: Von der Erzeugung auf dem Acker und im Stall bis zum Lebensmittel auf dem Tisch.

 

 

So funktioniert das Schilderprojekt in der Praxis

 

Die Kreislandfrauen informieren ihre Ortsvereine über die Möglichkeit, die vom MLR kostenlos zur Verfügung gestellte Druckvorlage zu nutzen, um eigene Schilder an geeigneten Orten aufzustellen. Ziel ist es, auf Felder oder Höfe hinzuweisen und zu zeigen, was dort angebaut wird oder welche Tiere im Stall stehen, was diese fressen und wie sie gehalten werden.

 

Mit einem großen Foto und einem kurzen, leicht verständlichen und informativen Text finden Interessierte wichtige Informationen zu einem Thema. Eine Aktivierungsfrage birgt überraschendes Wissen. Über die Internetseite des MLR gelangen Interessierte zum „Landwirtschaftskalender“. Dort finden sich Sachinformationen und Arbeitsblätter für verschiedene Altersstufen, außerdem Erklärungen für Kindergartenkinder. Auf eine frei gelassene Fläche können Höfe mit einem QR-Code auf deren Homepage verweisen. So können Spaziergänger oder Radler mehr über die Familie und den Hof erfahren, vor dem sie stehen.

 

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