Jürgen Maurer im top agrar-Praktikerbericht

Biodiversität als Fruchtfolgeglied

Der Hof von Jürgen Maurer ist einer der deutschlandweit 10 Demonstrationsbetriebe im F.R.A.N.Z.-Projekt. Top agrar Redakteurin Stefanie Awater-Esper hat den Vizepräsidenten des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg und Vorsitzenden unseres Bauernverbands vor Kurzem besucht, um mehr über seine Erfahrungen im Projekt zu erfahren. Mehr dazu:

 

🌻🌾Jürgen Maurer bewirtschaftet mit seiner Familie in Kupferzell in Hohenlohe in Baden-Württemberg einen konventionellen Veredelungsbetrieb mit Mastschweinen und Legehennen. Rund 7 % seiner 180 ha Betriebsfläche hat der Landwirt für Biodiversitätsmaßnahmen aus dem FRANZ-Projekt freigemacht.
 
👉Seine Lieblingsmaßnahme ist das blühende Vorgewende. Dafür sät er auf dem Vorgewende eine kleinkörnige Leguminosen-Mischung aus mindestens vier Arten ein. Er bevorzugt Saatgut mit einem hohen Anteil an Rot-, Horn- und Steinklee sowie Esparsette. Die Breite des Vorgewendes beträgt zwischen 6 und 15 m, je nach Arbeitsbreite.
 
👉Am blühenden Vorgewende schätzt er die Flexibilität, die es ihm in seiner Anbauplanung gibt. Er kann es während der Arbeitsabläufe weiterhin befahren und später leicht wieder in Produktion nehmen. Maurer denkt Biodiversität mittlerweile als festes Glied in seinen Fruchtfolgen mit.
 
👉Der Landwirt experimentiert zudem mit Mehrjährigkeit, die ihm die Wissenschaftler, die das FRANZ-Projekt ökologisch begleiten, besonders ans Herz gelegt haben. Die Blühflächen versucht er fünf Jahre stehen zu lassen. Manchmal bricht er die Hälfte der Fläche nach zwei Jahren um, sät neu ein und vergleicht den Pflanzenbestand. So hat er sich Wissen erarbeitet und kann auf Zeigerpflanzen achten.
 
 
 

 

 

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